„Entzifferung der Zeichensysteme, mit denen das Bürgertum seine Welt einrichtet und als naturgemäß ausgibt, die Freilegung ideologischer Konstrukte als Verblendungswerk, auf dem die bürgerliche Klasse ihre Vormacht aufbaut und zu festigen versucht.“
Immer noch scheinen die akademischen Kader der Wissenschaften einen Denker und Revolutionär wie Roland Barthes weitgehendst ignorieren zu wollen. Aber sie werden an ihm nicht vorbeikommen. Den Pfeil, den er abschoss sitzt ganz tief im Fleisch ihrer gierigen „Bürgerlichkeit“.
Beitrag zum Diskurs über Kunst und Gesellschaft. Sprache außerhalb sprachlicher Logik – ein Zeichen!
Die Arbeit – dieser Poetry-Text – ist entstanden u.a. aus Worten, die einem Zitat von Roland Barthes in dem Buch „Zeigen im Text“ von Dietrich Krusche entnommen wurden.
Der italienische Philosoph Giorgio Agamben hat vor kurzem ein bemerkenswertes Interview der Wochenzeitung „Die Zeit“ gegeben. „Europa muss kollabieren“ der Titel.
Aus Worten dieses Interview und eines Haiku von Bashô sowie weiterer Zutaten entstand der Poetry-Text Berufung Leben.
Agamben bezieht sich in seinen Betrachtungen auf Griechenland – das Alte mit seiner Philosophie aber auch auf die jüngsten dramatischen Ereignisse. Damit ergibt sich mühelos eine Verknüpfung mit der kommenden documenta 14, die „Von Athen lernen“ zum Motto hat und neben Kassel auch in Athen 2017 stattfinden wird, sowie meiner „documenta 14 WebART-Performance“.
Hier eine Strophe auf einem Screen-Shot aus dem Poetry-Text Berufung Leben.
„Von Athen lernen“ Unter diesem Motto verkündete 2014 Adam Szymczyk als künstlerischer Leiter sein Konzept für die kommende documenta 14, die neben Kassel auch in Athen 2017 stattfinden soll. Ein mutiger Plan – auch damals schon. Aber heute? Eine Provokation? Welche Antworten werden die Künstler der Welt darauf finden und geben? Welche Auswahl wird Szymczyk treffen. Und wie wird darauf Politik reagieren? Eine Herausforderung für Kunst – Politik und Künstler!!!