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Kunst + Politik mit Spaß verändern

Kunst + Politik mit Spaß verändern?
Spiele in einer Senioren-Residenz

Ich will meine Kunst, diese WebART nicht erklären müssen, aber ich will sie in einen gesellschaftlichen also politischen Kontext stellen, damit klar wird, dass sie zwingend ist und ein Fundament hat sowie zu einer Relevanz führt. Sie ist konkret als konstruierte Kunst und damit entstanden aus den Entwicklungen von vor Hundert Jahren, durch Künstler wie Marcel Duchamp, Dada und auch Vordemberge-Gildewart. Für diese Künstler waren die damaligen technischen und industriellen Umwälzungen Auslöser, um nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen und sie auch zu finden. Ebenso, wie davor ganz simpel die Tubenfarben entscheidend für die Freiland-Malereien zum Impressionismus führten. Künstler konnten damit das Atelier verlassen und in der Natur malen.

Heute wird das Internet bis zur KI die Möglichkeiten für Künstler entscheidend erweitern und auch zu neuen Ausdrucksformen führen, die der Kunst und Kultur weit die Tore für neue Formen öffnen. Allein dadurch ist es Künstlern wie mir möglich, in hohem Alter aus einem Senioren-Heim heraus noch künstlerisch zu Wirken und sich einen öffentlichen Raum mit all seinen Aspekten zu erschließen. Kunst und Politik begegnen sich bei mir als Spiel und beginnen in CyberSpace-Weiten frei und konkret zu toben. Das ist und wird ein Riesen-Spaß der Kunst – und zwar im Verein mit Politik und PolitikerInnen, die darin ihr neues Potenzial erkennen werden.

Wie vielleicht schon Claudia Roth, aus deren Rede der Text https://brunopolik.de/krieg-gesellschaft/ ist, dem die folgende Strophe in dem folgendem Screenshot entstammt.

 

Weltfrieden Tinte

Weltfrieden Tinte

 

wäre Verbrechens
Ausreden tilgen werden
üblichen könnten

keine das der durch
Mitschuld voraussehbar erst
jetzt unsere ist

weshalb ist weshalb
voraussehbar unsere
Mitschuld könnten das

durch Tinte werden
keine Verbrechens Krähe
der die vom Wald an

sich üblichen schief
Ausreden sah und betrat
frische Reisbeet zu
tilgen das wäre tilgen
wäre zu Ausreden Schrei

eines weil Sony
Zulieferer Blut gesagt
werden Schmerz genug

Fleisch was belastet
schon wir als Deutsche weil auch
morgen sein könnte
schon zu spät was morgen zu
spät gesagt werden muss weil

auch die Wald Krähe
sich schief an sah und weil vom
Reisbeet betrat wir

als das frische erst
Deutsche Zulieferer jetzt
belastet genug

genug belastet
als Deutsche Zulieferer
weil auch wir eines

Weltfrieden warum
brüchigen Tinte sage
ohnehin ich den

Schrei jetzt gefährdet
Atommacht Israel erst
gealtert Blut die

mit letzter Tinte
gealtert und mit letzter
Tinte ich erst jetzt

sage warum die
Atommacht Krähe Wald die
vom Israel an
schief gefährdet sich sah und
frische Reisbeet betrat den

Schmerz das ohnehin
brüchigen Weltfrieden Fleisch
Weltfrieden Tinte

©brunopolik

 

Gebaut mit Worten aus Günter Grass‘ Gedicht „Was gesagt werden muss

 

Brunopoliks WebART im Wandel

Brunopoliks WebART im Wandel

 

WebART meine Kunst und mein Spiel mit und im Netz. So gab Twitter mit seinen Fotos, wo auch unzählige Screenshots meiner Poetry als Haiku-Strophen erschienen, wunderbare Möglichkeiten zu bissigen, lustigen Bildern dieser ART, also WebART – hier ein Beispiel:

Screenshot in Verbindung mit meiner Poetry, nicht nur der PolitikerInnen-Worte. Damit ist nun plötzlich Schluss, denn Twitter hat sich verändert und „Twitter-Fotos“ in der bisherigen Form erscheinen m.E. trotz intensiven Suchens nicht mehr, also lassen sich auch nicht mehr zu KUNST – WebART via Screenshot missbrauchen. Kein Spaß, kein Witz und kein Lachen über Politik – PolitikerInnen mehr mit Twitter.

Inwieweit sich aus dem immensen Fundus, der sich angesammelt hat, noch sinnvolle Posts bauen lassen, bleibt abzuwarten. Meine WebART wird es weiter geben. Mit neuen, anderen Posts. Man darf mit mir gespannt sein.