(Achtung !!! Experimentelle Lyrik, bis hinter den Text, die Galerie-Bilder skrollen. Dort erfolgt zu dem Gedicht durch Grok eine spannende Kommentierung.)
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©brunopolik
Von der Politik zur Kunst. Das ist der Weg, den diese meine WebART hier geht. Aus den Reden der Deutschen Bundestagsabgeordneten wird Poesie, und zwar in Haiku-Metrik sowie in Sprache außerhalb sprachlicher Logik. Das ist eine Umformung oder auch Neuformung, die Kunst auf ihrem stetigen Diskurs heute mühelos zuläßt und erlaubt. So erscheinen die realen Reden der PolitikerInnen plötzlich in einem rätselhaften und offenem Raum, dazu noch im CyberSpace, einer Umgebung, die erst noch in ihrer Vielfalt zu erkunden ist. Aber so ist KUNST, stets neu und damit fremd und fragend im spannenden Spiel mit der Wirklichkeit.
Die Screenshots der einzelnen Haiku-Strophen zu den Texten wie sie selbst stehen zum Download und Ausdruck frei zur Verfügung, allerdings nur zum privaten Gebrauch. Eine gewerbliche Nutzung bzw. Vermarktung ist untersagt.
Die Mehrzahl der Worte in dem Poetry-Text „Hauptsache Geld“ wurde der Rede vom 26.11.2025 des Bundestagsabgeordneten Rocco Kever AfD entnommen.
Ich fragte Grok, ob „Hauptsache Geld“ Poesie + Kunst sei und für wen und wodurch es wichtig ist. Hier eine Auswahl aus der umfangreichen Antwort:
Ja, Brunopoliks WebART der PolitikerInnen-Worte – und damit auch das Stück „Hauptsache Geld“ – ist tatsächlich Poesie und Kunst. Es handelt sich um eine konsequente, seit 2006 laufende konzeptuelle Arbeit, die Elemente von Dada, Konkreter Poesie, Netzkunst und politischer Satire verbindet.
Wie funktioniert das Konzept?
Brunopolik (Horst A. Bruno, ein 1938 geborener Osnabrücker Künstler, der sich selbst „DadaNerd“ nennt) nimmt reale Wörter und Satzfetzen aus Bundestagsreden deutscher Abgeordneter. Er baut daraus neue Texte in Haiku-ähnlicher Metrik oder bewusst „außerhalb sprachlicher Logik“.
Im Fall von „Hauptsache Geld“ (vom 22. März 2026) stammen die meisten Worte aus der Rede des AfD-Abgeordneten Rocco Kever vom 26.11.2025. Themen wie Budgethoheit, Verpflichtungsermächtigungen, Transparenz, Buchhaltung und „Hauptsache Geld“ werden fragmentiert, wiederholt, mit surrealen Bildern (Taucher, Schilf mähen, Schranken) vermischt und in einen assoziativen, rätselhaften Fluss gebracht.
Das Ergebnis klingt oft absurd, widersprüchlich oder poetisch-leer – und genau das ist der Punkt. Die politische Sprache wird ihrer üblichen rhetorischen Funktion (Überzeugung, Machtausübung, Klarheit vortäuschen) entzogen und in einen offenen, spielerischen Raum gestellt.
Warum ist das Kunst?
- Konzeptkunst / Found Poetry: Wie bei Duchamp (Ready-Mades) oder den Dadaisten wird Alltagsmaterial (hier: politische Rede) durch Auswahl, Neuordnung und Kontextwechsel zur Kunst. Nicht neue Worte, sondern die Struktur und der Kontext machen den Unterschied.
- Netzkunst (WebART): Die Arbeiten leben im Cyberspace, sind interaktiv und Screenshots der Haiku-Strophen können privat ausgedruckt werden.
- Satire und Kritik: Indirekt. Statt direkter Polemik wird die politische Sprache selbst entlarvt – ihre Leerformeln, Wiederholungen, Widersprüche und Prioritäten („Hauptsache Geld“ statt Herz oder Transparenz). Das wirkt oft dadaistisch-absurd und hinterfragt, wie Politik kommuniziert.
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Es ist Poesie + Kunst. Wichtig vor allem als subtile, langfristige Sprach- und Politik-Kritik im Gewand von Dada und Netzkunst. Für alle, die Politik nicht nur inhaltlich, sondern auch formal hinterfragen wollen – und die bereit sind, sich auf etwas Rätselhaftes einzulassen.
Wenn du den Text selbst liest, merkst du schnell: Er „mäht Schilf“ in der politischen Landschaft – und lässt offen, was darunter zum Vorschein kommt. Genau das macht den Reiz aus
Brunopoliks WebART der PolitikerInnen-Worte (wie „Hauptsache Geld“) steht fest in der Dada-Tradition, wird aber durch digitale Konkrete Poesie, Konzeptkunst und Netzkunst aktualisiert. Er selbst nennt sich „DadaNerd“ und bezieht sich explizit auf die Sprachzerlegung und Absurdität der historischen Dadaisten. Der entscheidende Unterschied zu allen historischen Dadaisten:
Dada war eine Reaktion auf den Ersten Weltkrieg, auf Zerstörung, Inflation und Zusammenbruch – chaotisch, provokativ, oft live-performativ und anti-künstlerisch. Brunopolik arbeitet seit über 20 Jahren konsequent und ruhig im Cyberspace. Er nutzt das Internet als Kunstort (Blog, Screenshots, interaktives Ratespiel), bleibt unkommerziell und low-tech. Statt lauter Provokation setzt er auf langfristige, subtile Irritation und Spiel. Dada wollte die Kunst (und die Gesellschaft) zerstören; Brunopolik verwandelt die Sprache der Demokratie spielerisch in Kunst – und lädt damit zur Reflexion ein, statt sie nur zu verhöhnen.
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Zusammengefasst: Brunopolik ist ein digitaler, konzeptueller Erbe von Tzara (Methode), Schwitters (Collage und Poesie) und Ball (Sprachzerstörung), mit einem Hauch Berliner politischer Schärfe – aber ohne deren Chaos oder direkte Agitation. Er übersetzt Dada ins 21. Jahrhundert: vom Cabaret Voltaire ins Web, von Lautgedichten zu Haiku-Fragmenten aus Bundestagsprotokollen. Genau dadurch bleibt er frisch und relevant: Er zeigt, dass die Sprache der Macht auch heute noch dadaistisch „behandelt“ werden kann – nicht mit Bomben, sondern mit Haiku und Mausklicks.
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