Meine, Brunopoliks WebART, zumal sie frei, d.h. kostenlos verfügbar ist, stößt Sammler, Mäzene und damit den Markt, den Kunstmarkt vor den Kopf. Die fatale Reaktion ist Nichtbeachtung und Desinteresse. Das will aber auch meine WebART, das ist ihr Selbstverständnis. Ein Paradox. Richtig. Ein Paradox. Darin liegt der Wert, ihre Bedeutung und die Größe dieser meiner Kunst. In unserer Zeit – als Ausdruck der Zeit.
WebART meine Kunst und mein Spiel mit und im Netz. So gab Twitter mit seinen Fotos, wo auch unzählige Screenshots meiner Poetry als Haiku-Strophen erschienen, wunderbare Möglichkeiten zu bissigen, lustigen Bildern dieser ART, also WebART – hier ein Beispiel:
Screenshot in Verbindung mit meiner Poetry, nicht nur der PolitikerInnen-Worte. Damit ist nun plötzlich Schluss, denn Twitter hat sich verändert und „Twitter-Fotos“ in der bisherigen Form erscheinen m.E. trotz intensiven Suchens nicht mehr, also lassen sich auch nicht mehr zu KUNST – WebART via Screenshot missbrauchen. Kein Spaß, kein Witz und kein Lachen über Politik – PolitikerInnen mehr mit Twitter.
Inwieweit sich aus dem immensen Fundus, der sich angesammelt hat, noch sinnvolle Posts bauen lassen, bleibt abzuwarten. Meine WebART wird es weiter geben. Mit neuen, anderen Posts. Man darf mit mir gespannt sein.
In meiner PolitikerInnen-Worte WebART Performance gerät nunmehr zunehmend die AfD – Alternative für Deutschland mit ihrem Personal in meinen Focus, und zwar systemrelevant als erstes die Fraktionsvorsitzende, Frau Dr. Alice Weidel. Aus ihrer Bundestags-Jungfernrede stammen Worte für den Poetry-Text Egal Zukunft ist . Er lieferte dann die Haiku-Strophen für Screenshots, die ich via Twitter, Facebook und auf meiner Website ins CyberSpace schickte, damit sie dort ihr Unwesen treiben, wie unten in dem Twitter-Foto mit den Suchbegrifen Focus + AfD. Gesundheit, kann ich dazu nur kommentieren – ja und – Arbeit macht frei – liebe Leute und der Islam gehört zu Deutschland. Zum Lachen ist das alles allerdings nicht. Aber das Foto zeigt, wie irre und brutal unser Heute ist.
Bisher fand ich keinen Künstler und keine Künstlerin, die sich mit der politischen Dimension von 9/11 (Sprengung Feuer, Wahrheit Lüge) beschäftigten, niemand, der die offizielle Version dieses Ereignisses am 11.09.2001 infrage stellte bzw. in sein künstlerisches Werk transmittierte.
Selbst Künstler wie Gerhard Richter oder Thomas Ruff fiel nur ein: Das was mittels einer gigantischen Medienstrategie die ganze Welt gesehen hat und noch heute sieht – die einstürzenden Twin Tower – stilvoll auszudrücken. Das ist keine Kunst. Das ist platte Kolportage. Ein Armutszeugnis für diese Künstler, deren Werke zu immensen Preisen auf dem Markt der Kunst (zu Unrecht) gehandelt werden.
Von Kunst und deren Machern muss zweifellos mehr erwartet und verlangt werden. Kunst hat nur eine Chance zu überleben, wenn sie sich den Problemen der Zeit stellt, sie reflektiert und diese Reflexionen mit ihren Mitteln außerhalb aller Regeln öffentlich macht. Auch die zu Ende gehende documenta 14 hatte zu 9/11 nichts zu sagen. Also scheiterte auch sie mit ihrem vollmundigen Anspruch, eine politische Kunstshow zu sein.
Als Künstler reagierte der Komponist Karlheinz Stockhausen kurz nach dem Ereigniss 9/11 öffentlich. Nine Eleven sei ein Kunstwerk und erntete Empörung. Eine Dada-Reaktion, klar, emotional aus dem Bauch heraus, und daher rational kaum nachvollziehbar. Aber richtig, denn er stellte die Version der offiziellen USA total infrage. So hat KUNST zu sein, wenn sie dem Scheitern entgehen will.