‚Bleibt uns nur noch Kunst für notwendige Utopien?‚ titelte ich u.a. meinen Essay ‚Alternativen zur ‚Black Box‘-Politik‘ am 02.04.2015 im Online-Feuilleton „Berliner Gazette“, eine Reflexion über Kapitalismus, TTIP und Macht aus der Sicht eines Künstlers.
Die Arbeit entwickelt anhand von Beuys Sozialer Plastik eine logisch überzeugende Gesellschafts-Utopie zur Bewältigung von Kapitalismus und Neoliberalismus mit den Ideen des Allmende.
Kunst mischt sich mit ihren heutigen Mitteln massiv in gesellschaftliche Diskurse ein. Sie wird nicht mehr als handel- und sammelbares Objekt mißbrauchbar, sondern entzieht sich als immaterielle Aktion bewusst den Marktmechanismen.
So kann ich mich als Künstler und WebARTist mühelos in das Jahresthema 2016 der Berliner Gazette „TACIT FUTURES“ einbringen, und zwar auch und sogar im Rahmen einer „documenta 14 Performance„
Ja, aus wessen Bundestags-Rede vom 05.11.14 mögen die Worte für diesen Poetry-Text stammen? Wer ist der Politiker oder die Politikerin?
Also: Raten – besser noch – recherchieren – und kommentieren.
Denn wer den richtigen Namen innerhalb eines Monats als Erste/r kommentiert, erhält ein Farb-Poster meiner Screen-Shots – nach Wahl – handsigniert – sowie einen ebenfalls signierten Ausdruck des Poetry-Textes als Belohnung für diesen WebART-Politik-Kunst-Rate-Spaß. Und vielleicht ist der zu ratende Politiker oder die Politikerin bereit, für einen weiteren Gewinn zu sorgen, was u.a. eine Einladung in den Bundestag sein könnte.
Weil WebART kaum ein Thema in den Feuilletons und sogar eine Provokation für Kapital + Marketing ist!
Das ist die Hypothek, die innovative Kunst in allen Zeiten zu bedienen hat.
WebART besteht nicht aus Objekten, die man sammeln und mit denen man handeln kann.
So einfach ist das! Wir leben in kapitalistischen Zeiten, in denen Geld dominiert, auch in der Kunst.
Deswegen hat es also WebART als Kunst des CyberSpace schwer, sich durchzusetzen und als Kunst anerkannt zu werden. Wie seinerzeit die Fotografie, die viele Jahrzehnte – beinahe 100 Jahre brauchte, bis sie einen Platz in den Museen erhielt.
WebART ist absolute und konkrete Kunst. Sie entzieht sich dem Kapital. Sie ist frei verfügbar, d.h. auch grenzenlos reproduzierbar im Wandel der Zeiten im Rahmen der neuen Medien und Techniken. Kunst – einst entstehend im Auftrage von Kirchenfürsten und Feudalherren sowie wohlhabender Bürger – sich dann befreiend zu autonomer Kunst freier Künstlerpersönlichkeiten – jedoch zum Marktobjekt verkommend – und heute reagierend als WebART sich vollständig von den kapitalistischen Zwängen lösend.
Damit wird WebART – Vorreiter und Bote einer neuen Gesellschaft der Menschen im untergehenden Kapitalismus.
Mehr Informationen zu dem Thema sind einem aktuellen Gespräch mit Peter Weibel , dem Leiter des Zentrums für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, auf YouTube zu entnehmen.
Vor sieben Jahren erschien dieser Poetry-Text der Brunopoliks PolitikerInnen-Worte, mit Worten der Kanzlerin aus ihrer Rede vom 14.01.09 im Bundestag gebaut, bereits im Netz, und zwar dazu noch erweitert durch einen Podcast von LillY aus Wien.
Die Arbeit, die experimentelle und interaktive Kunst bzw. WebART darstellt, hat sie weiterhin Aktualität?
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Nach Wassers Brüllen hier ein weiterer Poetry-Text, ebenfalls gebaut mit Worten des künstlerischen Leiters der documenta 14, Adam Szymczyk, aus seiner programmatischen Ankündigung der Show vom 06. Oktober 2014 mit dem Titel Von Athen lernen.